Eindrücke vom Spiel

EHC Bayreuth gegen den VER-Selb am 13.03.2010

Liebe Eisportfreunde, liebe Zuschauer,


diesmal darf ich Sie als Beobachter beim letzten Saisonauswärtsspiel der Selber Knabenwölfe auf der überdachten Bayreuther Freieisfläche recht herzlich begrüßen.


Wie immer zittern sich die Zuschauer bei dieser Kälte in Stimmung ohne zunächst Großartiges zu sehen. Zwar hat Bayreuth im Vorfeld auf seiner Internetseite angekündigt die Selber diesmal schlagen zu wollen, allerdings gehen die Wölfeknaben standesgemäß nach wenigen Minuten in Führung. Auch wenn einige der Selber diesen Auftakt verschlafen, da die Schülerhochspieler erst am selben Tag, nachts um 3.00 Uhr nachhause kamen, nachdem sie am Freitag Abend in Dorfen ein wichtiges Spiel um den Klassenerhalt hinter sich gebracht hatten.


Vielleicht dazu ein kleiner Rückblick in die Vergangenheit oder besser gesagt in das Vorspiel um diese Partie.

Fragt der Selber Trainer den Bayreuther Trainer:

Sagt mal, seid ihr damit einverstanden wenn wir das Spiel verlegen? Ich habe eine ganze Menge Spieler am Vortag in Dorfen mit dabei und die kommen erst am Samstag früh um drei nachhause?


Darauf der Bayreuther Trainer:

Mhh, naja, vielleicht, mal schaun, könnt gehen, nee doch net, muss mal sehen, ist schwierig oder vielleicht doch....aaaaaaaaaaaahhhh gut! Spielen wir am Donnerstag den 10.03.2010 um 15.45 Uhr!!


Ahhh? Super, naja wenns nicht anders geht. OK, Selber Eltern nehmen Urlaub, Kinder werden vom Nachmittagsunterricht befreit, Hausaufgaben werden nicht gemacht. Der Hund wird bei Oma untergebracht, die Katze muss sehen wo sie was zu fressen herkriegt und der Kindergarten wird bestochen, damit das kleiner Brüderchen länger bleiben darf.


Ufff geschafft.!!

Da klingelt das Telefon beim Selber Trainer:

Hallo hier ist Bayreuth! Wir wollten Euch nur sagen, am Donnerstag des geht fei net, weil da kommt kein Schiri!!!!!! AAAHHHHHHH???? falscher Film oder was?


Dafür hat uns Bayreuth nach längerer Wartezeit dann das Angebot unterbreitet statt 11.00 Uhr um 11.30 Uhr zu beginnen. Danke an dieser Stelle an die Verantwortlichen aus Bayreuth, das hat unseren Kindern was gebracht! Aber ok, so ist Eishockey eben, wenn man unbedingt gewinnen will...gelle??!!


Also schläft das Spiel auch so vor sich hin....wenig Spannung. Bayreuth müht sich zunächst aus dem Drittel zu kommen, hat aber wenig Mittel dafür und Selb findet im Halbschlaf den Kasten net.


Die Eltern zittern jetzt vor Kälte und Sorge es könnte so langweilig bleiben. Aber weit gefehlt. Wir haben da auf beiden Seiten der Mannschaften langsam richtig böse, böse Jungs. So wie die Großen eben, die von der ersten Mannschaft.


Schwupps ein Foul und eben mal mit der Faust nachgeschlagen auf den Kopf! Ups...Matchstafe für Bayreuth. Selb kontert mit ähnlicher Härte. Die Unparteiischen gestalten derweil die durchhängende Partie etwas spannend in dem sie mal der einen und dann der andern Seite Penaltys zugestehen.


Nicht falsch verstehen, kann man alles vertreten, aber HALLO!! Bei den Knaben reicht da auch schon mal eine Verwarnung bevor man zu solchen Mitteln greift. Aber egal. Selb versenkt seinen Penalty schick im Netz, Bayreuth scheitert am Keeper.


Egal, weiter gehts mit böse sein. Gefällt bestimmt den Eltern auf der Tribühne. Man fragt sich manchmal schon, was die Ursache dafür ist????


Aber da gehts halt gegen Selb. Prima! Wie schräg muss man drauf sein, wenn man das Niveau bierlustiger Fans der  ersten Mannschaften auf Knabenniveau absenken muss!! Kurze Erinnerung, eine gesunde Rivalität ist völlig ok und gehört auch dazu, aber wir befinden uns immer noch im Jungeishockeybereich!!!


Zwischenzeitlich hat Selb nach dem zweiten Drittel den Keeper auch standardmäßig gewechselt. Wie bei fast jeder Partie im Vorfeld um den zweiten Torwart Eiszeit zu geben. Kurz darauf ein paar unschöne Szenen es kommt zu ein paar Fouls und zu einer großen Strafe gegen Selb. Der Spieler geht vom Eis. In kurzer Zeit fallen aufgrund der Tumultes drei Tore in Folge gegen die Wölfe.


Selb wechselt den Keeper, aber aufgepasst, ebenfalls standardmäßig fünf Minuten vor Schluß, wie mit den Torleuten im Vorfeld besprochen. Das nächste mal machen wir das übrigens jede Minute *lach*


Was dann in einen dieser Unparteiischen gefahren ist, entzieht sich jeder Logik. Mal kurz ein paar lockere Sprüche über die Bande zu den Trainern mit der eindeutigen Anzeige der Parteinahme!!! Wow!!! Sowas habe ich im Nachwuchseishockey in dieser Form noch nicht erlebt.


Lieber Unparteiischer. Schau Dir heute abend mal bitte im Spiegel tief in die Augen und frage Dich, ob dieser Job wirklich der richtige für Dich ist und das ist nur meine Meinung. Die offizielle Meinung und Reaktion des Trainerstabes wird sicherlich noch diskutiert.


Ach noch ein Schmankerl am Rande:

6 Minuten vor Schluß erlischt die Anzeigentafel in Bayreuth. Wieder stecken die Selber dahinter. Ein Komplott! Die Selber Kids auf der Strafbank sollen den Stecker gezogen haben! Aha, wir wussten ja nicht, das man in Bayreuth mit einem einzigen Stecker so schnell das Licht ausmachen kann. Aber gut und ehrlich gesagt, dass machen wir immer!!


Wenn wir mit nur vier oder fünf Toren führen, ziehen wir immer Stecker oder schrauben schon mal in einem unbeobachteten Moment die Anzeigentafeln in den Stadien ab!! Das macht Sinn und wird von uns systematisch beim Heimtraining geübt.


Hat aber den Selbern nix geholfen. Sie mussten letztlich mit 5:8 Toren gewinnen. So ein Mist, mit 0 Minuspunkten diese Saison abgeschlossen!!


Nix für ungut!!

hk









Eindrücke vom Spiel

VER-Selb gegen die SG Höchstadt-Pegnitz am 28.02.2010


Liebe Eisportfreunde, liebe Zuschauer,

während das Wetter draußen in Ruhe auf das Sturmtief Xynthia wartet, wird in dieser herrlichen Eissporthalle kräftig am 300 Tor für den VER Selb in dieser Saison gearbeitet.

Die Selber Lokomotive kommt nur langsam in Schwung. Kein Wunder, da die Schülerhochspieler erst am Tag vorher auf dem Eis standen und sich nur müde bewegen können. Der Rest tut sein Bestes um die Situation im ersten Drittel einigermaßen unter Kontrolle zu behalten. Zwar fällt das erste Tor für Selb nach sensationellen 28 Sekunden, aber danach kommt außer einem Ausgleichstor der Nummer 10 von Höchstadt-Pegnitz (wie schon im Hinspiel) nicht wirklich viel zustande.

 Irgendwann beginnt dann doch der Torreigen. 2, 3, 4, 5.......gähn!!!!!! Die noch fünfzehn fehlenden Tore zum 300 Tor könnten doch noch geknackt werden. Das ist wohl das einzige was alle Zuschauer jetzt an diesem Spiel noch fesselt.

Kein schönes Spiel, muss es auch nicht. Die Meisterschaft steht ja eh fest, hier geht es nur um einen netten Saisonabschluß.

Viel spannender als das Spiel ist eher der Blick vom Stadion aus Richtung München, und dem BEV. Da befindet sich das große Orakel.  Dieses hat vor einiger Zeit  gesprochen und sich seit diesem Zeitpunkt nicht mehr gemeldet. Halt wie ein richtiges Orakel eben. Es spricht in Rätseln und schweigt dann.

Ohhhh.....Ihr alle da draußen, wir frieren die Ligen nächste Saison ein.

Mmhhhh....aha! Was war das denn. Trainer, Vereinsverantwortliche, Spieler, Eltern, alle sitzten da und staunen mit offenen Mund. Kommt da noch was? Nee...Schweigen! Halt wie bei einem richtigen Orakel. Hatte ich das schon erwähnt?

Nach langer Zeit des Schweigens beginnen die ersten wichtigen Menschen außerhalb des BEV zu interpretieren.
Tja....nachdem es sich um eine Eissportart handelt, meinen die vermutlich, dass sie kältere Stadien haben wollen??!!

Das löst weiteres Staunen aus und Zweifel zugleich. Jeder weiß wie kalt die Halle in Selb sein kann und noch kälter macht keinen Spaß.

Nein sagen da andere, das Orakel meint die Alterklassen.

Die Altersklassen?? Aha.....ja wie jetzt.

Na die lassen ein weiteres Jahr alles beim alten und ändern an den Altersklasseneinteilungen nix. Also, die Kleinstschüler werden älter und bleiben trotzdem Kleinstschüler. Die Kleinschüler werden älter und bleiben trotzdem alle Kleinschüler, die Knaben werden älter und bleiben trotzdem Knaben usw.

Wow.......das hört sich ja schräg an!! Ja, aber was bringt das denn??

Mmmhhh das Orakel schweigt weiter und in der Zwischenzeit fällt das 10 Tor für Selb. Alles jubelt, nicht weil das Spiel so toll ist, sondern weil es für die Kids wieder einen spendierten Kasten Karamalz gibt.

Also, da folgt eine weitere Idee dazu. Naja, man habe gehört, dass sich das bei den Junioren auswirken würde, die ja die Spitze des Nachwuchses bilden. Die würden dann, wenn die erste Mannschaft ansteht schon mit der Schule fertig sein......Ach ge....

Das hinkt. Da gibts einige in den ersten Mannschaften, da liegt die Vermutung nahe.... aber wie gesagt...Gerüchte, Gerüchte!!!

Ich aber hab da eine andere Vermutung. Während im Schüler und besonders im Jugendbereich viele Spieler dem Eishockey, sei es nun wegen der Schule oder wegen des Entdeckens des anderen Geschlechts den Rücken kehren, entsteht im Anfängerbereich ein immer größeres Sammelbecken von hockeybegeisterten Kindern.

Nun haben wir also vierzig bis fünfzig Kids im Kleinschülerbereich angestaut. Die drücken gegen die Mauer, also bildlich gesprochen, wie gegen eine Staumauer und kommen nicht mehr weiter. Während auf der anderen Seite immer weniger Spieler zur Verfügung stehen. Ähnlich einem Staudamm.

Ach ja, grade fällt das fünfzehnte Tor des Tages und das 300 Tor dieser Saison für Selb. Alles jubelt, ein Transparent wird ausgerollt. 300 wow..sieht das geil aus!!!!

Ja zurück....der Druck steigt und steigt, der BEV öffnet erst Jaaahhhre später diesen Staudamm wieder und dann passierts.

Der gesamte Kleinschülerbereich, der mittlerweile vermutlich schon das 18 Lebenjahr vollendet hat überschwemmt die bereits ausgetrockeneten Knaben, Schüler und Jugendbereiche. Da siedelt sich nix mehr an, weil das Flussbett bereits völlig trocken ist. Also alles gleich zu den Junioren, die ihrerseits jetzt mit geballten Druck gegen die erste Mannschaft drücken. Alle bezahlten ausländischen Spieler werden mitgerissen und zurück bleiben nur die Speespitzen der ersten Mannschaften die ausschließlich aus ehemaligen Kleinschülerspielern des eigenen Nachwuchses bestehen

Die Herrennationalmannschaft gewinnt auf Kleinfeld die Weltmeisterschaften 2030 konkurrenzlos!!!!!!!!

Man, was für ein Trick!!!!!!

Das Orakel ist schon klasse!!! Aber es schweigt trotzig weiter...

Oder vielleicht hat es sein Rätsel ja schon wieder vergessen. Ist ja schon ein ziemlich altes Orakel!!!

Egal, der VER-Selb gewinnt gegen Höchstadt-Pegnitz an diesem Tag wie immer knapp mit 22:5.

Hoffentlich frieren die wirklich ein. Dann bleiben diese Spielstände bis zum St. Nimmerleinstag bestehen!!

Nix für ungut.

hk







Eindrücke vom Spiel:

EV Weiden gegen den VER-Selb am 20.02.2010



Liebe Eissportfreunde, liebe Zuschauer:

Wir möchten Sie recht herzlich am heutigen Samstag in der Selber Eissportarene bei diesen schlechten Witterungsverhältnissen begrüssen.

In der heutigen Partie begegnen sich zwei gleichwertige Gegner, die uns hoffentlich in diesem vollen Haus viel spannende Unterhaltung bieten.

Der Selber Wölfesturm gegen die Selber Wölfeverteidigung, als zusätzlicher Schwierigkeitsgrad wurde auch noch eine Knabenmannschaft aus Weiden eingeladen, die wir natürlich recht herzlich begrüssen dürfen.

Wenn ich die vollen Ränge hier ansehe, auch noch ein herzliches Vergeltsgott an die Vereinsverantworlichen, die alles tun, damit die Werbung für die gute Nachwuchsarbeit auf Hochtouren läuft. Besonders begrüssen möchten wir an dieser Stelle die Vorstandschaft, die es sich wie immer bei solch spannenden Partien und vor allem bei einer anstehenden Meisterschaft nicht nehmen lässt persönlich dabei zu sein, um zu zeigen wie wichtig ihnen die Nachwuchsarbeit ist.

So, die Partie beginnt. In den weißen Dressen auf weißem Eis, die Selber Mannschaft, die sofort das Heft in die Hand nimmt und den Gegner bereits in den ersten Spielminuten heftig unter Druck setzt.

Während sich Weiden noch überlegt, ob es sich am Spiel selbst beteiligen soll, fallen die ersten Tore für Selb. Überrascht von der Entwicklung und dem unerwarteten Vorsprung der Selber Wölfe, reagiert Weiden und setzt die Nummer 22 darauf an, durch rustikalen Körpereinsatz den Spielfluss der Heimmannschaft immer wieder zu unterbrechen.

Ein paarmal lässt sich Selb davon beeinflussen indem dieses Spielweise überflüssigerweise übernommen wird. Der Trick dabei, mit vier Mann hat man doch etwas mehr Platz, weil ja bekanntlich einer fehlt. Also weiter mit Unterzahltoren ;o)

Das macht allerdings den Gegner immer weniger Spaß und man entschließt sich nach längerer Beratung im zweiten Drittel zu einem Gegenangriff, der letztlich alle so überrascht, dass dies unweigerlich zu einem ersten Gegentor führt. Das wars dann aber auch.......

Der Rest der Partie lässt sich am besten mit einem Mäntelchen der Barmherzigkeit für unsere Sportfreunde aus Weiden zudecken, denen wir nochmals recht herzlich danken, an diesem Tag dabei gewesen zu sein, an dem die Selber Knabenmannschaft die Meisterschaft 2009/2010 nachhause gebracht hat.

Danke dass ihr mit uns gefeiert habt!!!

Und hier noch eine Durchsage: Gesucht wird der Vorstand der Selber Wölfe!! Wer ihn gesehen hat, soll ihn bitte umgehend in der Knabenkabine abgeben!!!!!!!!!!


Nix für ungut ;o))
HK